Bruderschaft St. Pankraz
© Gabriele Leikauf - Bruderschaft St. Pankraz 2020

Der heilige Pankraz

Lebensdaten

* um 289 in Phrygien in der heutigen Türkei † um 304 (oder um 258 oder 251) in Rom war ein römischer Märtyrer der frühen christlichen Kirche. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Beherrschende/Besiegende“.

Leben

Die Legende erzählt, dass Pankratius, der Sohn eines reichen Römers, im Alter von acht Jahren seine Mutter Ciriada verlor und dann von seinem Onkel Dionysius erzogen wurde. 303 reiste er mit seinem Onkel nach Rom und wurde dort unter dem Einfluss des römischen Bischofs Marcellinus Christ. Mit seinem ererbten Vermögen half er nun den verfolgten Christen, besonders den um ihres Glaubens willen Gefangenen. Nach dem Tod des Onkels wurde Pankratius von einem der Verfolgungsbefehle Kaiser Diokletians erfasst und vor den Kaiser in den Kaiserpalast auf dem Palatin gebracht. Der 14-jährige ließ sich trotz aller Verlockungen nicht vom Glauben abbringen, deshalb wurde er öffentlich vor dem Stadttor der Via Aurelia enthauptet und sein Leichnam Hunden zum Fraß vorgeworfen. Die Christin Ottavia, die die Hinrichtung miterlebt hatte, barg Pankratius' Leichnam unter Lebensgefahr und setzte ihn auf ihrem Besitz an der Via Aurelia in den später nach ihm benannten Katakomben unter der heutigen Kirche San Pancrazio bei. Schon im 5. Jahrhundert wurde das Stadttor an der Via Aurelia als "Porta San Pancrazio" bezeichnet. Über Pankratius' Grab errichtete Papst Symmachus im Jahr 500 eine Basilika, der Papst Gregor „der Große” ein Benediktinerkloster anschloss und die von Papst Honorius um 630 zur heutigen Kirche San Pancrazio ausgebaut wurde. Papst Gregor „der Große” gab auch einige Reliquien nach Frankreich, der Kopf wurde ab 850 in der Kirche San Giovanni in Laterano in Rom verehrt, 1973 kam er zurück in die Kirche San Pancrazio, andere Gebeine liegen unter dem Hauptaltar. Auch die Stiftskirche St. Lambertus in Düsseldorf besitzt Reliquien. Das Martyrologium des Hieronymus verzeichnete Pankratius, die Verehrung breitete sich schnell in ganz Europa aus. Gregor von Tours nannte ihn als Patron des Eides. Kaiser Arnulf von Kärnten schrieb seine Eroberung Roms am 12. Mai 896 dem Bittruf an Pankratius zu, woraufhin die Verehrung des Heiligen v. a. in Mitteleuropa weiter aufblühte und er zum Patron der Ritter wurde.

Darstellung und Attribute

Der hl. Pankratius wird oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung mit Schwert, Herzogshut, Märtyrerkrone und Palme dargestellt.

Patron

von Rom; der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte; für neue Vorhaben und gute Zukunft; gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.

Besonderheiten

In der Chronographie wird er bereits 354 erwähnt. Er zählt zu den fünf Eisheiligen.

Gedenktag

katholisch: 12. Mai (nichtgebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender) Übertragung der Gebeine: (4. April ?), 20. Oktober evangelisch: 12. Mai orthodox: 12. Mai

Bauernregeln

Die dem Gedenktag des Eisheiligen entsprechende Bauernregeln lauten z. B.: Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert. Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn. Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai…

Verehrung, Orte und Namen die mit Pankratius in

Verbindung stehen

Um 500 erbaute Papst Symmachus ihm zu Ehren an der Via Aurelia die Basilika San Pancrazio in Rom. Nach dem Heiligen werden – oft in der Kurzform Pankraz – Orte, Kirchen und Menschen benannt. Dazu gehören: St. Pankraz in Oberösterreich, in dessen Wappen das silberne Schwert auf ihn hindeutet. Der Prager Stadtteil Pankrác sowie St. Pankraz in Salzburg mit der Kirche St. Pankraz am Haunsberg St. Pankraz in Südtirol St. Pankratiuskirche in Ohnastetten mehrere San Pancrazio in Italien ferner das Wallfahrtsziel Pankratiuskirchenpp St. Pankraz (Karlstein), welche von der Aufmachung her unserer Kirche ähnelt In Belecke gibt es Wappen und Kirche Eine Gesamtübersicht findet sich unter Pankratiuskirche. Der Benediktiner Pankraz Stollenmayer (1889–1980) wählte den Heiligennamen als Ordensnamen, desgleichen der Salvatorianer Pankratius Pfeiffer (1872–1945), der Engel von Rom. Der Schweizer Politiker Pankraz Freitag (1952–2013) trug Pankraz als Vornamen. Quellen: Seite „Pankratius“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Oktober 2019, 19:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pankratius&oldid=193542511 (Abgerufen: 9. März 2020, 08:19 UTC) Joachim Schäfer: Artikel Pankratius, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon - https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Pankratius.htm, abgerufen am 9. 3. 2020. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d- nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.
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